Dorfkino am Dienstag

Seggt mol –
hebbt ji al mol Kino in’n Kark beleevt?
Wenn nich, denn ward dat höchste Tiet!
Kummt rin, sett ju dol, laat ju överraschen – un beleevt, wat dat heet, wenn Kark un Kino sik to’n besünnern Avend verbinnt.
Egal, ob ji al lang hier to Huus sünd oder erst later herfunn hebbt – egal, ob ji dat fröher mitmaakt hebbt oder dat nu dat erste Mol beleven wüllt:
An Dingsdag, de 24. März 2026, Klock 19:30
geiht dat los in St. Marien Norderbrarup
Wiest warrt de Film „Mittagsstunde“ – na den Roman vun Dörte Hansen.
Dat is en norddüütsche Geschicht över Heimat, Familie un den stillen Wandel vun uns Dörper. Veele Passagen sünd op Platt snackt – so echt, as wi dat kennt. Un för all, de nich jedeen plattdüütschen Satz verstahn: Ünnertitel sünd dor, so dat jedereen allens versteiht.
Twüschen de ole Muren vun St. Marien, ünner dat hohe Karkendack, kriggt de Film en ganz egen Stimmung.
Wenn dat Licht dämmt un de Kark to’n Kinosaal warrt, denn spöört man:
Dat is mehr as blots en Film.
Dat is en Stück Heimat, dat dor vertellt warrt.
Kamt vörbi, nehmt ju Tiet, bringt Frünn un Navers mit – un laat uns tosamen en Avend beleven, de noch’n beten nahklingt.
Beginn: 19:30 Uhr – de Intritt is frie
Inlass: 19:00 Uhr – um een Spenn ward beden –
Wi vun Open Dör freut uns bannig op ju all – op en vulle Kark un en hyggeligen, gemeensamen Kinoavend na dat Motto:
Kino kann jedereen – Karkenkino is wat Besünners.
Wi seht uns in de Kark.
PS: Da ein sehr großer Teil des Filmes auf Hochdeutsch ist und die plattdeutschen Passagen wunderbar untertitelt sind, ist dieser Dorfkino-Abend auch für Nicht-Plattschnackers ein echtes Erlebnis!
– Bernd Wacker –
Mittagsstunde – worum geht’s?
Mit Mittagsstunde zeigen wir die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Dörte Hansen. Eine große, leise Erzählung über Heimat, Veränderung und die Frage: Wie wollen wir leben?
Im Mittelpunkt steht Ingwer Feddersen (Charly Hübner), der als 47-jähriger Uni-Dozent in sein nordfriesisches Heimatdorf Brinkebüll zurückkehrt, um sich um seine alten Eltern zu kümmern. Doch das Dorf seiner Kindheit ist kaum wiederzuerkennen. Landgasthöfe schließen, Felder werden größer, Straßen schneller, Gespräche seltener. Die Mittagsruhe, einst Herzschlag des Dorflebens, ist verschwunden.
Was ist geblieben? Und was lässt sich vielleicht neu erfinden?
Unter der Regie von Lars Jessen erzählt der Film mit großer Zärtlichkeit vom Verschwinden einer dörflichen Kultur und von den Menschen, die zwischen Pflichtgefühl, Stolz, Sprachlosigkeit und leiser Sehnsucht ihren Platz suchen.
Er erzählt über Eltern und Kinder. Über Fortgehen und Zurückkommen.
Jede Szene wurde neben Hochdeutsch auch auf Plattdeutsch gedreht. Und es ist die plattdeutsche Version, die wir für’s Dorfkino ausgesucht haben. Plattdeutsch, eine alte Sprache, die man fast verloren hat und doch behält.
Mittagsstunde ist ein Film, der nachwirkt. Er lädt ein zum Nachdenken, zum Erinnern, vielleicht auch zum Gespräch beim Getränk danach!
ÜBERSICHT:
📅 24. März
⏰ 19:30 Uhr
📍 St. Marienkirche Norderbrarup
Eintritt frei!
Spenden willkommen


